merz-akademie abschluss WS 20_21


projekt "Aktion / Emotion"



teilnehmer*innen: beyza dizi , tobias dolphin, eva fidler, lea freudenthaler, luka ganter, margarita kosareva, sung-soo lee, julia marber, jessica martin, natalie martin, lena mildenberger, ferny muller, violeta abril nagel lópez, marta obukhova, joscha pflüger, cedric preier, danilo quarta, ivonne scherer, johan schwarzkopf, kieran sommerlad, severina stainos, kristina welter,



bereich: film&video, leitung: prof. peter ott



als technisches medium operiert "film" im ersten schritt unterhalb der bewussten wahrnehmung um sich im zweiten schritt mit der wahrnehmung selber zu verknüpfen. diese eigenschaft zeigt sich vor allem in zwei spezifisch filmischen erzählstrategien:


a) der exzessiven überrumpelung der wahrnehmung in den verfolgungsjagden und schlägereien, also dem anteil am kino, das auf bewegungen und rhythmen basiert. das frühe kino bestand im wesentlichen aus bewegungsexzessen dieser art, bevor es im erzählkino eingehegt und zum kulturgut erklärt wurde.


b) der induzierung von emotionen. am meisten kommt dieses kino im genre des melodrams zu sich, in dem es besonders darum geht, das publikum zum weinen zu bringen und sich selbst als in auflösung befindlich wahrzunehmen. dass kino "emotional sein" soll, also emotionen übertragen und im zuschauer hervorrufen soll, ist eine weitverbreitete forderung an das medium, die kunstform, den technischen komplex des films.


die projektarbeiten sind noch auf dem weg der realisierung. während der vorlesungszeit haben wir uns in verschiedenen übungen der aktion und emotion im film genähert. es sind, das ist hier zu betonen, übungen, die schnell produziert wurden.


1. wutanfall


2. figurenwissen


3. weinen


















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1. wutanfall



hier ging es darum, einen wutanfall zu inszenieren: eine außer sich geratende protagonistin, die ihre wut an ihrer umgebung auslässt. der grund des wutanfalls ist im grunde zweitrangig.





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2. figurenwissen



insbesondere im actionfilm geht es immer wieder darum, was die verschiedenen antagonisten voneinander wissen und was sie wissen, was der/die andere von ihnen weiß. und was wiederum das publikum weiß.




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3. weinen



diese übung war ebenso minimalistisch wie eindrucksvoll: ein gesicht in großaufnahme. das gesicht weint. danach – in machen fällen auch davor – gibt es eine andere einstellung.




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